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Motten in der Küche – schnelle Hilfe

Lebensmittelmotten in der Küche – schnelle Hilfe

Die Lebensmittelmotte kann in jedem Haushalt vorkommen und hat nichts mit Sauberkeit oder Reinlichkeit zu tun. Sie ist ein weit verbreiteter Vorratsschädling und wird auch als Getreidemotte, Dörrobstmotte, Hausmotte oder Vorratsmotte bezeichnet. Insgesamt gibt es drei Motten (Dörrobstmotte, Mehlmotte, Mehlzünsler), die alle zu den Lebensmittelmotten zählen und auch gleich bekämpft werden.

Im Gegensatz zur Kleidermotte ernährt sich die Lebensmittelmotte ausschließlich von Nahrungsmitteln und nicht von Textilien. Da Du sicher keine Lust auf Motten in deiner Mikrowelle mit Grill hast, kannst Du dir diesen Artikel gerne präventiv durchlesen. Oder, falls Du schon Probleme in dieser Art hast, erste Maßnahmen gegen die ungebetenen Gäste einleiten.


Kenne deinen Feind

Die Lebensmittelmotte ist ein besonders fruchtbarer Schädling. Innerhalb von knapp über 70 Tagen (20 °C Zimmertemperatur vorausgesetzt) entwickelt sich eine Motte vom Ei zur fertigen Motte. Das bedeutet, bei guten Bedingungen gibt es innerhalb eines Jahres 4-5 Mottengeneration. Jedes Weibchen legt bis zu 200 Eier. Diese werden immer in die Nähe der Vorräte, in Schrankritzen, hinter den Schrank, in Bohrlöcher, etc., abgelegt.

Binnen 4-5 Tagen schlüpfen dann bereits die kleinen weiß gelben Raupen. Diese Larven sind der eigentliche Schädling, der sich über die Lebensmittel her macht. Sie häuten sich mehrere Male, was man in den Vorräten dann als kleine, weiße und fadenartige Gespinste erkennen kann. Zum Verpuppen suchen Sie sich erneut ein Versteck. Die geschlüpfte Motte lebt nur noch ca. zwei Wochen und nimmt in dieser Zeit keine Nahrung mehr zu sich. Allerdings nutzen Sie diese Zeit um sich fleißig fortzupflanzen.


So erkennt man einen Lebensmittelmottenbefall

Häufig fliegen in der Küche bereits einige Motten herum. In den Lebensmitteln finden sich die kleinen spinnwebartigen Fäden, sowie auch hier und da eine Larve oder Motteneier. Meistens kann man davon ausgehen, dass man bereits einen richtigen Mottenbefall im Haus hat.


Der Mensch bringt die Lebensmittelmotte in den Haushalt

Man könnte meinen, dass die Lebensmittelmotte so wie viele andere Schädlinge auch einfach durchs offene Fenster hereinfliegt. Das ist leider in den seltensten Fällen tatsächlich so. Meistens werden sie durch den täglichen Einkauf eingeschleppt. Die Eier oder Larven stecken bereits in der Verpackung, den Ritzen oder im Lebensmittel selbst.

Da Motten viele Lebensmittel mögen ist die Liste der Vorräte, in denen sie sich befinden können, lang: Getreide und Getreideprodukte (Mehl, Nudeln, Teigwaren, Brot), Nüsse, Gewürze, Kakao, Tee, Müsli, Haferflocken, Speisestärke, Soßenbinder, Reis, Tierfutter und Trockendekorationen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Lebensmittelmotte sich durch die meisten Verpackungsmaterialien (Papier, Folie, Pappe etc.) durch fressen kann. Beim Kochen in der Mikrowelle ist das alles andere als angenehm.


So bekämpft man die Schädlinge

Zu aller erst muss der Lebensmittelmotten die Nahrungsgrundlage entzogen werden. Untersuchen Sie alle Vorräte auf einen Befall, füllen Sie nicht befallene Lebensmittel in luftdichte Glas, Keramik oder Edelstahlbehälter um und werfen Sie alle befallenen Vorräte (auch die, wo sie sich nicht sicher sind) draußen in die Mülltonne, damit keine weiteren Motten aus dem Hausmüll entweichen können.

Waschen Sie Ihre Schränke gründlich mit Essigwasser aus. Saugen Sie mit dem Staubsauger alle Ritzen und Fugen sämtlicher Schränke (auch hinter und unter den Schubladen) aus. Auch der Staubsaugerbeutel wird dann draußen in der Mülltonne entsorgt.


Schlupfwespen – das Mittel der Wahl

Nun geht es daran die restlichen Eier, Larven und Lebensmittelmotten zu bekämpfen, denn diese sind schwer auszurotten und nicht durch eine einfache Reinigung aus dem Haus zu bekommen. Wir kennen Menschen die die Lebensmittelmotte über Jahre hinweg durch Reinigung versucht haben zu bekämpfen.

Ein wirklich wirksames Mittel gegen Lebensmittelmotten ist ein natürlicher Feind eben dieser. Die Schlupfwespe pflanzt sich fort, indem sie ihre eigenen Eier in die Eier der Lebensmittelmotte ablegt. So kann die Lebensmittelmotte sich nicht fortpflanzen. Sind alle Lebensmittelmotten bekämpft und keine mehr in der Küche vorhanden, so kann die Schlupfwespen sich auch nicht mehr fortpflanzen und die letzten Exemplare zerfallen zu Staub.

Wie man Schlupfwespen richtig einsetzt und Lebensmittelmotten aber auch Kleidermotten richtig bekämpft, erfahren Sie auf dieser Seite eines Experten im Kampf gegen Ungeziefer. Dort gibt es im Übrigen auch weitere Tipps, zum Beispiel zum Vorbeugen.


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